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Risikoabschätzungen für Trinkwasserinstallationen

Die Erstellung einer Gefährdungsanalyse bzw. Risikoabschätzung ist die Kernmaßnahme bei Grenzwertüberschreitungen, um die Ursachen systematischer Keimbelastungen zu ermitteln.

Wann ist eine Risikoabschätzung erforderlich?

Eine Risikoabschätzung ist gesetzlich vorgeschrieben (nach TrinkwV), wenn der technische Maßnahmenwert für Legionellen (100 KBE/100 ml) an einer Entnahmestelle erreicht oder überschritten wird. Sie muss unverzüglich eingeleitet werden.

Ziele einer Risikoabschätzung

Das Hauptziel ist der Gesundheitsschutz der Verbraucher. Hierzu ermitteln wir die genauen Gefahrenquellen in der Anlage, bewerten die Betriebsbedingungen und erarbeiten einen konkreten Sanierungsplan zur Beseitigung der Keimquellen.

Typische Ursachen hygienischer Auffälligkeiten
  • Temperaturprobleme: Warmwasser unter 55 °C oder Kaltwasser über 25 °C (idealer Brutbereich für Keime).
  • Totleitungen: Abgesperrte, ungenutzte Rohrleitungen, in denen Wasser stagniert.
  • Hydraulische Mängel: Fehlender hydraulischer Abgleich, mangelhafte Zirkulation in weit verzweigten Netzen.
  • Nutzungsunterbrechungen: Stagnationswasser durch unregelmäßige Nutzung (z.B. Ferienwohnungen, Schulen in den Ferien).
Der Ablauf einer Risikoabschätzung (5 Schritte)
  1. Dokumentenprüfung: Prüfung von Plänen, früheren Untersuchungsergebnissen und Betriebsprotokollen.
  2. Objektbegehung: Visuelle und messtechnische Inspektion der gesamten Anlage vor Ort.
  3. Anlagenanalyse: Abgleich der Installation mit den anerkannten Regeln der Technik (DIN, VDI, UBA-Empfehlungen).
  4. Bewertung: Zusammenfassung der Gefahrenquellen und Zuordnung von Risikostufen.
  5. Maßnahmenempfehlungen: Erstellung eines konkreten, priorisierten Katalogs für Sanierungs- und Betriebsänderungen.
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Hygiene-Erstinspektion nach VDI 6023

Die Hygiene-Erstinspektion dient zur systematischen Bewertung Ihrer Trinkwasserinstallation hinsichtlich Hygiene und Betriebssicherheit bei der Inbetriebnahme oder nach wesentlichen Umbauten.

Welche Anforderungen stellt die VDI 6023?

Die Richtlinie VDI 6023 fordert, dass Trinkwasseranlagen so geplant, gebaut und betrieben werden, dass eine Vermehrung von Krankheitserregern minimiert wird. Die Hygiene-Erstinspektion verifiziert diesen ordnungsgemäßen Zustand.

Welche Bereiche werden geprüft?

Geprüft wird die gesamte Kette: vom Hausanschluss (Zähler) über die Druckerhöhungsanlagen, Enthärtungs- oder Filterstationen, den Warmwasserbereiter, die Verteiler- und Zirkulationsleitungen bis hin zu den Entnahmestellen (Armaturen).

Wie läuft die Inspektion ab und welche Ergebnisse erhält der Betreiber?

Die Inspektion erfolgt durch eine Begehung mit Temperaturmessungen und einer Stichproben-Keimanalyse. Der Betreiber erhält ein detailliertes Inspektionsprotokoll inklusive Mängelauflistung und rechtssicherem Konformitätsnachweis.

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Instandhaltungspläne nach VDI 6023 und VDI 3810

Als Grundlage für einen hygienisch sicheren und ordnungsgemäßen Betrieb arbeite ich für Sie individuelle Instandhaltungspläne für Ihre Trinkwasseranlagen aus.

Warum sind Instandhaltungspläne notwendig?

Der Betreiber haftet für die Wasserqualität ab Hausanschluss. Ein systematischer Instandhaltungsplan legt Prüffristen und Verantwortlichkeiten fest, um Stagnationen vorzubeugen, Betriebszustände zu protokollieren und Haftungsrisiken zu minimieren.

Welche Inhalte und Vorteile haben sie?

Der Instandhaltungsplan enthält genaue Arbeitsanweisungen für Kontrollen (z.B. wöchentliche Spülungen, jährliche Funktionsprüfung von Ventilen) und bildet eine strukturierte Dokumentation. Der Vorteil ist ein reibungsloser, keimfreier Betrieb bei optimalem Werterhalt der Rohrsysteme.

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Festlegung von Probeentnahmestellen

Um aussagekräftige Trinkwasseruntersuchungen durchführen zu können, benötigen Sie geeignete Probeentnahmestellen. Meine Aufgabe ist es, diese fachlich zu bewerten und festzulegen.

Warum die Auswahl der Entnahmestellen entscheidend ist

Falsch gewählte Entnahmestellen führen zu Fehlmessungen (z.B. Keimbelastung durch verunreinigte Armatur statt durch Rohrleitung). Die repräsentative Festlegung stellt sicher, dass das gemessene Wasser dem Zustand des Systemwassers entspricht.

Was sind die Anforderungen an geeignete Stellen?

Die Probeentnahmeventile müssen abflammbar oder desinfizierbar sein, direkt an den Steigesträngen liegen und repräsentativ für den Zirkulationskreis sein. Ich erstelle für Sie einen gesetzeskonformen Probenahmeplan.

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Fachliche Begleitung von Sanierungsmaßnahmen

Um Ihre Trinkwasseranlage wieder hygienisch sicher betreiben zu können, erhalten Sie von mir die Bewertung geplanter Maßnahmen sowie die fachliche Unterstützung bei der Durchführung.

Sachverständige Bewertung notwendiger Maßnahmen

Ich prüfe Angebote von Fachhandwerkern auf Plausibilität und Wirksamkeit (z.B. ob eine thermische Desinfektion oder eine chemische Spülung im konkreten Fall technisch sinnvoll und materialschonend ist).

Unterstützung bei Planung, Umsetzung und Kontrolle der Wirksamkeit

Ich begleite die Sanierungsarbeiten unabhängig, kontrolliere die fachgerechte Umsetzung und veranlasse die abschließenden Nachuntersuchungen (Freimessungen), um die erfolgreiche Sanierung gegenüber dem Gesundheitsamt zu dokumentieren.

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